Mit der BW3 zum Sieg


Bericht über die Clubklasse Spezial vom 12.-19. Mai auf dem Hornberg

Beim Ausfüllen der Anmeldung für den Clubklasse-spezial Wettbewerb, der auf dem heimischen Hornberg stattfinden sollte, waren wir beide (Max Medinger und Bastian Hörber) sehr gespannt, da es für uns beide der erste Wettbewerb werden sollte. Natürlich waren unsere Ziele in erster Linie dabei zu sein, möglichst viel zu lernen und Spaß am Fliegen zu haben ohne dabei allzu sehr auf eine gute Platzierung zu achten. Wir hatten den Schein seit gerade einmal zwei Jahren (ich habe ihn sogar erst letzten Sommer gemacht) und hofften deshalb vor allem viel dazuzulernen. Dass es jedoch völlig anders kommen sollte, konnte keiner von uns ahnen.

Wir fuhren dann eine Woche vor dem Wettbewerb zusammen auf die Hahnweide, um dort unser Wettbewerbsflugzeug, die BW3 des Streckenflug-Fördervereines, eine Hornet mit Libellenflügeln, zu übernehmen. In der Woche vor dem Wettbewerb wollten wir beide noch möglichst viel damit fliegen, da uns beiden der Typ zwar durch die Mosquito irgendwie vertraut, aber doch sehr fremd war. Leider ließ das miese Wetter im Vorfeld nur jeweils 2 Flüge zu.
So Begann dann also am Samstag den 12 Mai 2007 der Wettbewerb. Da wir im Team flogen, übernahm ich das Wochenende, danach würden wir uns quasi abwechseln.

Der Samstag, als vermeintlicher erster Wertungstag, war zwar thermisch nutzbar, doch wurde der zu starke Wind von über 40km/h allen Teilnehmern zum Verhängnis, keiner erreichte die Mindestwertungsstrecke von 100Km, ich saß bereits nach knapp 60Km auf einem anderen Flugplatz. der Sonntag bot ein ähnliches Bild, an diesem Tag wurden sogar kaum mehr als 40Km geflogen, das Berneck war für die meisten an diesem Tag die Endstation. Die Entscheidung, gar nicht erst abzufliegen, war wohl die richtige.

Montag und Dienstag waren nicht fliegbar, jedoch kam dann mit dem Mittwoch der erste Wertungstag. Es wurde eine AAT-Aufgabe mit maximal 208,4Km ausgeschrieben. Der Tag verlief eigentlich ausgesprochen gut, bis der Endanflug durch einen Schauer so verkürzt wurde, dass ich 5Km vor dem Hornberg eine Sicherheitsaußenlandung machen musste und so regelbedingt 20% der erflogenen Strecke einbüßte. Das Ergebnis war ein 7. Tagesplatz, was unsere Erwartungen an uns selbst eigentlich schon erfüllte. Jedoch waren wir mittlerweile im Wettbewerb angekommen und wollten mehr.
Der Donnerstag war wieder nicht nutzbar, sodass die Entscheidung an den beiden folgenden Tagen fiel.

Freitag und Samstag sollte Basti fliegen, und das tat er dann auch, und wie! Am Freitag, ausgeschrieben war ein Racingtask über 326,2Km, landete er auf einem hervorragenden 5. Platz, was uns in der Gesamtwertung sogar auf Platz 4 brachte. Am Samstag, es wurde erneut eine AAT-Aufgabe geflogen, machte er dann vollends alles richtig. Am ende des Tages standen hervorragende 219,8Km auf dem Logger, was mit einem phänomenalen Tagessieg belohnt wurde. Als dann klar wurde, dass das in der Gesamtwertung den ersten Platz bedeutete, konnten wir das zuerst gar nicht fassen, hatten wir doch im Vorfeld nicht im Entferntesten mit einem Sieg gerechnet, auch wegen des recht hohen Niveaus des Teilnehmerfeldes. Umso größer war dann schließlich die Freude über den Sieg.

Der erste Wettbewerb war also ein voller Erfolg und ein großartiges Erlebnis für uns beide, vor allem dank der guten Organisation auf dem Hornberg. Auch wäre dieser Erfolg ohne den Förderverein für Strecken- und Wettbewerbssegelflug in Baden-Württemberg e.V. nie möglich gewesen, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die grandiosen Möglichkeiten die der Verein uns und den anderen Mitgliedern mit der Bereitstellung von Flugzeugen bietet!

Max Medinger