Mit der BW3 auf Nudeljagt in Riesa-Canitz


(Wettbewerbsbericht von Andrea Irlbeck)

Mit geballter Schwabenpower, 4 Piloten und 3 Flugzeugen machten wir uns in diesem Juni einmal wieder auf den Weg ins 530km entfernte sächsische Riesa zur 18. Canitzer Streckenflugwoche.
Unsere Mission: Jagt auf die heißbegehrten Riesa-Nudel-Rucksäcke die täglich an die Tagessieger vergeben wurden. Wir starteten in 3 Klassen. Georg Lorenz und Werner Irlbeck vom FG Köngen starteten im Duo NK in der gemischten Klasse (über Index 100). Jens Adolph vom FG Köngen mit unserer ASW19 IRL startete in der großen Clubklasse (Index 100). Ich hatte die Freude mit der Hornet-Libelle BW3, vom Baden-Württembergischen Förderverein für Streckensegelflug, in der kleinen Clubklasse (unter Index 100) den FG Köngen und den Landsberger LSV Geratshof zu vertreten.



In diesem Jahr wurden die Streckenflugwochen-Teilnehmer wirklich mit tollem Wetter belohnt. An 7 von 9 möglichen Wertungstagen, mit Strecken zwischen 200 und 500 km, war es mir möglich weitere wichtige Wettbewerbserfahrungen zu sammeln und einige sehr schöne Flüge im BW3 zu erleben.

Trotz zweier Außenlandungen in den ersten 3 Tagen wurde der Spaß am Wettbewerb nicht getrübt. Der Canitzer Verein versteht es einen professionellenen Wettbewerb in lockerer Atmosphäre mit viel Spaß auszurichten, jedes Briefing war ein Highlight mit viel Spaß und Comedy. Doch an fliegerischen Herausforderungen fehlt es dabei nicht. Da besonders in der kleinen Clubklasse Segelflugzeuge mit einem ganz unterschiedlichen Leistungsspektrum fliegen (alles was fliegen kann ist erlaubt vom Pirat bis zur leistungsstarken LS1) war die Aufgabenstellung der AAT besonders geeignet. Ein Aufgabentyp mit dem ich in Riesa das erste Mal konfrontiert wurde. Doch nach den ersten 3 Tagen lief es auch bei mir im Wettbewerb ziemlich rund und ich schaffte an den folgenden vier Wertungstagen die Aufgaben erfolgreich zu fliegen. Die verlorenen Punkte der ersten 3 Tage ließen sich jedoch nicht wieder aufholen. Trotzdem war ich letztlich mit meinem Ergebnis, ausgehend von meiner Wettbewerbserfahrung und einem 13. Platz, sehr zufrieden.

Leider ist es unserem Schwaben-Team nicht gelungen einen der begehrten Nudel- Rucksäcke zu ergattern. In den letzten Jahren hat die Canitzer Streckenflugwoche unheimlich an Professionalität zugenommen. Dies wissen inzwischen auch hochkarätige Piloten zu schätzen und machen sich Jahr für Jahr auf den Weg nach Riesa. Trotz des hohen Niveaus das diesen Wettbewerb in inzwischen auszeichnet, überzeugt er auch durch seine angenehme, lockere und ungezwungene Atmosphäre. Der Wettbewerb verlief vollkommen reibungslos und zur Freude aller beteiligten unfallfrei. An 7 Wertungstagen wurden insgesamt 67633 km in 1264 Std. und 06 Min. geflogen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal beim Förderverein für Streckensegelflug Baden-Württemberg bedanken der mir mit der Überlassung des Förderflugzeuges BW3 die Teilnahme an diesem schönen Wettbewerb ermöglichte.