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...oder Traumhafte Kurbelwellen über der Piz Bernina Mit dem Duo Discus BW1 auf der Kehrseite der Alpen In der Karwoche stand der Duo Discus des Fördervereins für Streckensegelflug ambitionierten Segelfliegern aus Backnang (Volker Sailer, Sven Killinger und mir) für ein Alpentraining im Veltin zur Verfügung. Anlass war das aller erste und von Markus Frank organisierte C-Kader-Grufti-Treffen. Doch das Vorhaben am Flugplatz Sondrio, in diesem tief in die Alpen eingeschnittenen norditalienischen Gebirgstal südlich des Berninamassivs, entwickelte sich anders als erwartet. Nach der Durchfahrt durch den Gotthard auf die Alpensüdseite zeigten sich die überall verteilt stehenden Lenticularis-Wolken in der Abendsonne rosa und rötlich schimmernd vor dem tiefblauen Himmel. Auch Richtung Sondrio, wohin wir mit dem schweren Anhänger langsam an den mediterranen Seen entlangfuhren, leuchteten die wundersamen Wolken uns den Weg. Noch am Zielort konnten wir sie bei sommerlichen Temperaturen über 20° am Nachthimmel bewundern. Wie wir später erfuhren, wurde der Tag für faszinierende Wellenflüge genutzt. Über dem Wasser des Comer Sees habe sich eine Welle aufgeschwungen und Steigen bis zum Vario-Anschlag geliefert. Es sollte eine wahnsinnige Woche werden, dachten wir. Der Wettergott meinte aber, dass unsere Vorfreude bereits genug der Freude sei und zu viel Enthusiasmus schädlich. Die ersten und auch schon letzten Flüge beschränkten sich auf Achten am engen Hausberg, der in das Tal quer hineinragt und so an den ersten beiden Tagen für notdürftigen Aufwind und Alibiflugstunden sorgte. An den folgenden Tagen wurde die Sicht immer schlechter, smogartige Luft aus der Poebene sickerte langsam in das Tal ein, die Stabilität der Luftmasse verstärkte sich bei schwachen Winden. In grössere Höhen drangen nur die Eigenstarter vor. Sie rattelten sich durch die verschiedenen Inversionsschichten auf Gipfelhöhe, wo sie sich kurzzeitig an schneebedeckten Graten halten konnten. Das stabile Kurbelwellenwetter verschlimmerte sich, die Bewölkung nahm zu und schliesslich fing es zu tröpfeln an. Immerhin war im nahe gelegenen Skigebiet auf über 2000m eine schwache Höhenkaltluft mit Quellungen und klarer Luft bei 8/8 zu geniessen, während uns unten in Sondrio die diesige stabile Luftmasse erhalten blieb. Doch nicht genug der schlechten Wetterbedingungen. Wenn der Duo Discus BW1 mal aus dem Anhänger gezogen wurde, spiegelten sich auf den Tragflächen nicht nur keine Gipfel und keine Wolken, sondern in den Pfützen des aus dem in den Wintermonaten zuvor gefrorenen Boden heraussickernden Grundwassers spiegelte sich lediglich das Flugzeug selbst. Das Hauptrad versank tief im Morast, der Transport zur asphaltierten Startstelle war nur per Traktor zu bewältigen. Die gelbgraue Grasoberfläche wurde von braunen wässrigen Spuren durchzogen. Sven rieten wir, besser zuhause zu bleiben. Ein kleiner, wenn auch schwacher Trost bleibt. Vielen, die um die Osterzeit einen Segelfliegerurlaub an einem anderen der italoalpinen Flugplätze verbrachten, erging es auch nicht sehr viel besser. Alexander Müller |
![]() Berninapass: "Höchste erreichte Höhe mit dem Duo Discus BW1: 2330 m über Meer" |
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![]() "Loggeraufzeichnungen" |
![]() "Letzter Ausweg" |
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![]() "Sondrio's Hausberg" |
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