D-Kader Wellenfliegen am 28.01.06


Am Freitag Abend klingelte das Handy. "Die Aussenstelle Hahnweide hier", auf gut deutsch Patrick hat durchgerufen und gemeint, daß morgen vielleicht eine Welle an der Alb stehen könnte. "Roger", dachte ich mir. Nur womit fliegen fragte ich kurz darauf…. Da Patrick die Schlüssel des BW2 hatte war die Sache schnell erledigt…

Samstag auf der Hahnweide:

Es war absolut windstill ;-) .. O.k. hat ja nix zu bedeuten. Patrick Krumm vom Farrenberg wurde natürlich auch alarmiert und auf die Hahnweide bestellt.
Zusammen ein schönes Frühstück genossen und die Frage gestellt, wann wir denn starten sollten. Schlepppilot, alias Mark Puskeiler und Stefan Kessler, danke noch mal an euch, waren vorhanden. Aufrüsten war angesagt. In null komma nix war der Discus 2 aufgebaut und abgeklebt, wenn man so was abkleben nennen kann, bei minus 8° C.
Patrick lies seine Beziehungen spielen und rief im Hause Schempp - Hirth durch, ob es vielleicht möglich sei den Duo X Prototypen zu fliegen. Auch hier kam eine postive Antwort. Danke noch mal an Biggo.

Der erste Start war wohl etwas früh. Nach einer halben Stunde suchen und keinem berauschenden Höhengewinn rollte das Rad wieder auf der Hahnweide. Aber aufgeben wollten wir nicht. Eine halbe stunde später sollte es dann klappen. Gestartet und 10 km Richtung Osten gleitend begann mein Vario zu piepen und ich stieg auf 1800m. Derweil kämpften die beiden Päddis im Duo an der Teck mit der doch recht kleinen Welle Meter für Meter. Ich beschloss Richtung Berneck zu fliegen. Keine gute Idee. Kurz vor dem Berneck entschloss ich mich wieder zurück in meine Welle an der Albkante zu fliegen.
Dort in 1000m wieder angekommen erwartete mich ein Rotor wie ich in an der Alb noch nie erlebt hatte. 4.4m/s zeigte mein Vario und ich sah wie die Bäume immer kleiner wurden. Kurz darauf meldete der Duo Ausschläge über 5m/s und war nun auch bei mir in der Welle. Die Steigwerte haben sich denn so auf 1,2 m/s eingependelt.

Nun zusammen in der Welle angekommen machten wir maximale Höhe und flogen die Albkante gen Osten. Im Filstal gewendet ging es wieder entgegen der Sonne mit leichtem laminaren Steigen gen Westen zurück, an der Hahnweide vorbei bis vor zum Rossfeld. Dort angekommen mussten wir leider vom Flugleiter aus Kirchheim hören: "Jungs, - Sunset". Also zurück zum Heimatflugplatz. Dort gelandet waren alle glücklich nach einer doch recht langen Pause wieder geflogen zu sein.

Es war toll sich mal wieder zu sehen und sogar mal wieder zu fliegen. Ich persönlich danke dem Streckenflugförderverein. Denn ohne ihn wäre diese kurzfristig geplante Aktion nicht möglich gewesen. Noch mal ein Riesen Dankeschön.


Text: Freddy Hein
Bilder: Patrick Krumm
Organisation: Patrick Puskeiler